February 11, 2011
Frank O'Collins
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@ 39 min:"I said, I would proof the connection between the Vatican and the Holocaust with one word, and the one word is 'Holocaust', the word Holocaust.
It's a Greek word. It is the oldest word to describe this. Holos, which is 'complete', and 'burnt offering' kaustos – 'holokaustos' is the oldest religious term in human history to define the religious ritual of 'burning people alive to God'. Now, if someone says, oh okay, you know that's because they knew it – no: This word was extinct.
It did not exist until it was resurrected by the Vatican and the Jesuits. This word did not exist.
The word that was used from the Middle Ages created by AntiPope Innocent was Immolate (Immolatus) which is 'to Moloch', and that was the preferred word to use that people, when they burned 'are immolated', they offered up to Moloch. The word Holocaust was not used.
Now, any educated Jew today rightly refuses to even pronounce the word Holocaust knowing its real religious term. They use the word Shoah which was chosen in 1948 in opposition to the Vatican's decision to start describing the burning of people by the appointed dictators as the 'Holocaust'. So every time that the dialectic sets up the scenario where they bring back the Holocaust denial and then say, no, it's terrible, the word Holocaust gets pronounced, as it has been around every two or three months millions of times on the internet and across all these papers, not once – I mean, this is what people don't realize is: when they look at their news readers at night, they don't realize that they are dealing with cowards. When they read the journals and the papers, they don't realize that they are dealing with spineless lizards, people that care nothing for their fellow men. They would run a thousand miles away than stand up against evil. These people wouldn't know evil when they fell over it. For all the articles written and for all the stories pronounced about the Holocaust, not one person had the honesty to stand up and say, this is what the word means.
The word means a ritual sacrifice of burning.
Now look, honestly: How can anyone think that the word Holocaust – and the people who use it most frequently being the Vatican – how can anyone imagine, that that is the term, that they are told happened, that this is all about extermining the Jews and just getting rid off a few million people?! I mean, come on, I mean, people have to realize at some point that there's gonna more to it. And if there is more to it, do you really think that the Nazis were spending huge amounts of resources, that should had been going against the battles that they were fighting all across Europe, into this whole complicated process? These were falling into the occult.
No one calls the Nazis stupid. I mean, they were precise, and intelligent, and ruthless.
So, who is pulling the strings here? One word clears it, one word."
"The word means 'to sacrifice, kill as a victim by fire' and is the most specific-purpose designed word to describe this kind of evil sacrifice. [...]
Since the creation of this religious word of power, it remains the official 'legal' term used to describe all people who are killed by fire – therefore 'offered up to Moloch' by simple use of the term."
05/23'07 P. Sorokin: "All religions have threads of spiritual truths at their cores, but they are usually wrapped in such corrosive and spiritually destructive packages that all but the most discerning of individuals would be wise to just walk away. Religions, as Jung said, are defense mechanisms against a direct experience of God. They keep humanity as spiritual infants.
While the Collins brothers admit that the elite used religion to manipulate and control the population, they never stop to question how many of their own religious ideologies might still be relics of this manipulation.
It's unfortunate that, despite their sharp intellects, they have still not seen through the sham of Christianity. While it does engender some positive, genuine spiritual feeling in its adherents, and while it has given rise to remarkable sacred artistry (Rachmaninov's Vespers), this in no way justifies Christianity's more destructive dogmas.
But for the Collins brothers, it's all or nothing. To them, God is still a monarch and 'jealous', off-planet landlord. And Jesus Christ is the only way to keep out of a fiery pit called 'hell'."
January 11, 2011
Bürger-Gesellschaft mit Unterbewusstsein
pt 1) Hinter diesem Prinz Bernhard verbergen sich eben noch ganz andere Figuren, und hier wird es dann richtig spannend. Der geheime Gründer dieser globalen Riesenkonferenz, gegenüber der ein G8-Gipfel praktisch nur ein Flohzirkus ist, war ein ehemaliger oder gebliebener britischer Geheimagent und Jesuit namens Józef Retinger. Und das ist eine sehr geheimnisvolle Figur gewesen, die wirklich weltweit ihre Fäden gezogen hat, wie das die Jesuiten schon seit Jahrhunderten zu tun pflegen. Ja, man kann behaupten, dass diese Bilderberger-Konferenz auf einen Jesuiten und Geheimagenten zurückgeht. Da stellt sich natürlich die Frage, wollen wir das, dass unser globales Schicksal von solchen dubiosen Konferenzen bestimmt wird oder wollen wir das nicht?
Infokrieger) Jesuiten gelten ja historisch bei Leuten, die sich mit sowas beschäftigen, als so 'ne Art Pionierorganisation.
Eine neue Technik, die weniger Widerstände aufbaut
pt 2) Das Spannende hier ist, dass die Jesuiten, die im 16. Jh. gegründet wurden, ja die ersten Globalisierer überhaupt und der erste Geheimdienst überhaupt waren oder der erste wirklich professionelle globale Geheimdienst. Und zwar war es so, dass die katho. Kirche neue Missionstechniken in Gestalt des Jesuitenordens erprobt hat – also statt der totalen Tour, sag ich jetzt mal, mit Plattmachen und unter Gewaltanwendung zu missionieren, eine ganz neue Technik, die weniger Widerstände aufbaut: die Technik der Anpassung, die Technik des Mimikry, die Technik des Unterwanderns, die Technik des Steuerns, die Technik des Infiltrierens, die Technik der tausend Masken – das alles haben die Jesuiten entwickelt und auch praktiziert und haben so selbst fernste Kulturen unterwandert und erobert wie beispielsweise den asiatischen Kulturkreis. Und ja, es war auch von vornherein bei den Jesuiten ein Teil dieser Technik Konferenzen zu veranstalten, um die Leute zu umschmeicheln in der fremden Kultur.
Und das hier, diese Bilderberger-Konferenz, da sehen wir eigentlich den letzten Auswuchs vor uns von diesen Techniken, die entwickelt wurden, um fremde Kulturen einzuspinnen und letztlich unter die globale Herrschaft dieser Globalisierer zu bringen.
Dass wir in der Schule nichts darüber lernen, ist sehr interessant
Diese Vorstellung von Politikern, die wir wählen können aus freiem Willen, von den politischen Angeboten, von der freiheitlichen Demokratie – das ist ja nichts weiter als Kulissenschieberei dieser "unbewussten Organisationen" wie beispielsweise Bilderberger oder Jesuiten. Das ist einfach nur Kulissenschieberei, 'ne Beschäftigungstherapie für den Bürger, damit der solange abgelenkt wird, bis gewisse Pläne fertig abgewickelt sind und man diese ganze Tarnung nicht mehr unbedingt benötigt. Also von wegen Demokratie und freier Wille. Und was Sie gesagt haben, dass wir in der Schule nichts darüber lernen, das ist sehr interessant. Über diese Aspekte der Geschichte lernen wir garnichts – warum nicht? Erstens will man das nicht, und was zweitens damit zusammenhängt, sind Bereiche, die zum "gesellschaftlich Unbewussten" gehören: Ich habe schon immer gesagt, man kann eine Gemeinschaft genauso wenig wie ein Individuum heilen, wenn sie nicht das Unbewusste betrachten und das Unbewusste behandeln wie in einer Psychoanalyse. Da fragt sich der Therapeut auch als erstes, ja was sind die unbewussten Probleme des Patienten? Diese unbewussten Konflikte müssen auf den Tisch gebracht werden, sonst kann ich den Patienten nicht heilen. Und das ist kein Unterschied zu dieser Gesellschaft, diese ist auch eingeteilt in die berühmte Freudsche Dreier-Einteilung "Ich, Über-Ich und Es": Da wäre das Unbewusste der ganze Bereich der Geheimdienste, der Geheimorganisationen, das Über-Ich ist natürlich die Verfassung, die uns vorgibt und beschreibt bzw. idealisiert, wie wir eigentlich zusammenleben sollten, wie das Über-Ich in der einzelnen Person, und das Ich ist sozusagen die gesellschaftliche Wirklichkeit. Und der Widerstand, den ich anfangs auch bei mir beobachtet habe, diese Organisation überhaupt zu betrachten, ist auch derselbe Widerstand, den das Individuum verspürt, wenn es sich mit seinem Unbewussten beschäftigen soll. Da hat ja auch schon Freud diese Widerstände beschrieben: 'Hach, was soll ich mich damit befassen, ist doch sowieso alles Quatsch und Blödsinn.' Und dann agiert das Individuum immer weiter vor sich hin und weiß garnicht, wovon es eigentlich gesteuert wird – nämlich von seinem eigenen Unbewussten. Und so ist es hier ganz genauso zu sehen: Wir müssen diese Arbeit von diesen Organisationen wirklich ins Rampenlicht stellen und sie uns anschauen, sonst können wir sowieso keine demokratische Gesellschaft haben. [...] Das ist eben auch etwas, wogegen sich viele Leute wehren, und das ist meiner Meinung nach immer als dieser Widerstand gegen das Unbewusste zu sehen. Hinzuschauen, was ist in dem Unbewussten, weil: Genauso wie das Individuum natürlich wahnsinnig erschrecken kann, wenn es in sein Unbewusstes schaut, kann der Bürger auch furchtbar erschrecken, wenn er in das Unbewusste der Gesellschaft schaut. Das ist ein grundsätzliches Problem. Und von wem werden wir hier eigentlich regiert, von welchen Powerbrokern, wie Sie gesagt haben – das zu erkennen, ist sehr schwierig für manche, und es bedarf einer gewissen Überwindung überhaupt dahin zu schauen.
pt 3) Dieses Buch wird von den Massenmedien praktisch zu Hundert Prozent totgeschwiegen. Warum?
Eine wichtige Gruppe bei der Bilderberger-Konferenz sind z.B. auch die Medien:
Auf derselben Konferenz, von der man überhaupt nichts hört, sitzen riesige Medienkonzerne wie Burda oder Springer, die über Hunderte von Zeitungen und Zeitschriften gebieten, aber statt über diese Konferenz zu berichten, tun sie ganz genau das Gegenteil und schweigen sie in ihren Medien tot. Viele andere Verlage und Redaktionen gehören auch dazu. Für Dtl. wäre da z.B. noch "Die Zeit" zu nennen, die eine sehr enge Verbindung zu der Bilderberger-Konferenz hat. Deshalb darf man sich nicht wundern, wenn man davon nichts hört. Und ich hab mich dann auch nicht weiter gewundert, warum mein Buch nicht besprochen wird, denn hier kann man die Mechanismen direkt arbeiten sehen, um die es bei der Bilderberger-Konferenz geht."
Comment Agency/Kommentaragentur) There is no democracy in a corporate world. (With thoroughly incorporated minds.) Und: Ich denke, man könnte statt von "den Bilderbergern" treffender und aussagekräftiger einfach vom (inoffiziellen) Politbüro Europas sprechen. Denn was ihre Funktion angeht, entspricht diese Organisation doch im Grunde genommen weitgehend dem, was der CFR für Amerika darstellt, oder?
Loyola – loyauté – Loyalität – loyalty
pt 4) D.h. man muss hier nicht unbedingt Zwangsmechanismen einsetzen, dass man Leuten Befehle erteilt oder solche Dinge, nein: sie überhäufen die mit Preisen, sie laden die ein, sie stellen denen die wichtigsten Menschen der Welt vor ... So funktioniert das, dass diese Leute langsam abgelöst werden von ihren Firmenloyalitäten und ihren nationalen Loyalitäten und in die Loyalität einer globalen Top-Gesellschaft, eines globalen Top-Zirkels eintreten, dessen Interessen sich diametral von denen unterscheiden, die z.B. wir beide oder andere Bürger haben.
Infokrieger) In diesen nicht-legitimen Systemen erkenne ich immer wieder diese Kult-Mentalität, ich erkenne immer wieder, dass das Ganze aufgezogen wird wie ein Orden – man fühlt sich dann manchmal wie bei King Arthur an der Tafelrunde. Solche Vergleiche bieten sich eben auch an, denn wenn wir die Nazi-SS vergleichen – und ich meine, da sind wir wieder bei Prinz Bernhard von Niederlanden und solchen Individuen – dann wurde das Ganze aufgezogen als eine Art Orden, wo man diese Rituale zelebriert. Und es gab so viele Ringe, und man wollte immer wieder als Individuum auf den nächsten Ring aufsteigen und in diesem Pantheon sitzen quasi mit diesen scheinbar unsterblichen Figuren. Dabei haben wir's die ganze Zeit zu tun mit Opportunisten wie Adolf Hitler, also wahnsinnigen Opportunisten und Leuten, die weder unsterblich noch Helden noch all diese Dinge waren, die man da immer hinein projiziert. Und ich meine, es gab Zitate von Hitler, wo er sich darauf bezieht, er guckt sich hier Sachen ab sowohl von den Jesuiten als auch von Hochgradfreimaurern usw. usf. Also was ist 'nem Individuum zu raten? Bei was für Dingen sollte man sehr sehr vorsichtig sein, wenn man jetzt eingeladen wird ... also – sag ich mal – als Elitestudent? Wenn man jetzt in irgendeiner Position ist als Polizeichef oder als leitender Redakteur, auf was sollte man achten, wenn man die Aufmerksamkeit von solchen Gruppierungen erregt? Was sind die Warnsignale?
Die rückstoßfreie Welt-Tyrannis
Wisnewski) Das Allerwichtigste, denke ich, ist vielleicht nicht einmal, worauf muss ich denn achten, sondern ich muss mich erstmal selber mit mir befassen und mich entscheiden, will ich für den Bürger arbeiten, will ich für 'ne gerechte Gesellschaft arbeiten, oder will ich für diese Sorte von fast mafiaähnlicher Struktur arbeiten, die den Globus beherrscht. Und wenn ich das natürlich will, dann gibt's für mich nichts Besseres als in bestimmte Verbindungen zu gehen, in bestimmte Klubs zu gehen und hier möglichst schnell Karriere zu machen – an bestimmten Universitäten usw. Aber wenn ich das nicht will, dann sollte ich tatsächlich aufpassen, mich damit nicht irgendwie gemein zu machen und sollte eben lieber an anderen Strukturen arbeiten, an denen ich und andere z.B. arbeiten – Sie natürlich auch – an einer anderen Medienstruktur beispielsweise, einem ganz anderen Mediensystem, was ich für ganz lebenswichtig halte, wenn wir nicht in einigen Jahren tatsächlich in der offenen Tyrannei ankommen wollen.
Und dieses Stichwort haben Sie angeschnitten: Tyrannis.
Meiner Meinung nach leben wir schon längst in einer Tyrannis, allerdings in einer sanften Tyrannis, die wir nicht spüren. Warum spüren wir die so nicht? Ganz einfach, weil sie ganz langsam in Szene gesetzt wird. Über Jahrzehnte. Ein Mensch wie Hitler oder andere Diktatoren haben ja das Problem, dass sie Rückstöße erzeugen. Durch ihr plötzliches martialisches Auftreten scheiden sich die Geister, die Gesellschaft polarisiert sich, es gibt die, die dafür sind, die, die dagegen sind. Das beinhaltet die Gefahr, dass die, die dagegen sind, vielleicht sehr stark sein können, dass die womöglich die Oberhand gewinnen können – wenn nicht sofort, dann aber später ... Solche Rückstöße kann ich garnicht wollen, wenn ich eine wirkliche Welt-Tyrannis errichten will. Wenn ich diese Welt-Tyrannei errichten will, dann muss ich das machen wie die Bilderberger, d.h. ganz langsam. Über Jahrzehnte. Auch über Generationen. D.h. auch bei den Bilderbergern haben wir Generationen vor uns. Wir haben Prinz Bernhard angesprochen, einen der Gründer, heute sitzt da Prinzessin Beatrix, die nachgefolgt ist. Diese Generationenbildung haben wir in vielen Bereichen bei den Bilderbergern selbst.
Diese Tyrannis wird so langsam in Szene gesetzt, dass wir am Ende gar nicht merken sollen, dass wir mitten in einer Diktatur stecken. [...]
Grundsätzlich würde ich sagen, mein Wunsch, meine Hoffnung wäre, dass man diesen G8-Gipfel jetzt mal schleunigst vergessen oder nicht vergessen sollte, aber mal 'n bisschen an zweite Stelle rücken sollte in der Wahrnehmung, auch in der Berichterstattung, und dass man wirklich auf den Top-Platz diese Bilderberger-Konferenz heben sollte. Egal wo. In jedem Blog, in jeder Zeitung, für die man schreibt, die man betreibt, und dass man natürlich beobachten sollte, wo ist diese Konferenz. Dass man auch möglichst viele Leute mobilisiert dorthin zu fahren und gegen diesen gefährlichen globalen Klüngel demonstriert – das wäre wirklich meine Hoffnung. Dass das einfach mehr auf den Radarschirm der Öffentlichkeit – auch des Bürgers auf der Straße – gehoben wird, dass es also nicht mehr möglich ist, diese Konferenz im medialen Vakuum abzuhalten.
pt 5) Jeder Blog, der hier schreibt und der sich einfach nur der Wahrheit und freien Ideen, dem freien Meinungsaustausch verpflichtet fühlt, ist einfach für mich willkommen und ein Segen und ein Gegengewicht zu dieser riesigen Massenverblödungsmaschine, der wir alle ausgesetzt sind. Das sehe ich also sehr sehr hoffnungsvoll, und dem müssen unsere Bemühungen natürlich auch gelten: diese alternative Medienszene weiter auszubauen, zu festigen und auch zu verteidigen gegen antidemokratische Angriffe, die dann getarnt werden beispielsweise als Aktion gegen Kinderpornographie, um jeden praktisch mundtot zu machen – so nach dem Motto, wer dagegen was sagt, wer gegen diese Internetsperren ist, der muss nun wirklich ein Kinderpornograph sein. Gegen solche antidemokratischen Angriffe müssen wir unbedingt diese Medien auch verteidigen, müssen sehr wachsam sein, was da an Aktionen geplant ist.
Was ich übrigens auch für sehr wichtig halte: dass sich nicht jedes dieser Medien immer nur aufs Internet verlässt. Denn das ist ja kein Problem, dann einfach ein paar Server abzuschalten, und plopp sind die ganzen schönen Medien weg. Sondern es muss hier natürlich Backups geben, es muss möglichst Ausdrucke geben.
Man muss sich überlegen, ob man hier nicht auch, wie das z.B. der Kopp-Verlag jetzt macht, einen Rundbrief in Printform veröffentlicht oder zumindest eine Leserdatei von Lesern, die das möchten, unterhält, über die man dann einen Notbrief verschicken kann, wenn das Internet gänzlich abgeschaltet werden sollte oder Teile davon, denn das könnte 'ne ganz große Sackgasse und Falle werden.
Wenn wir uns nur auf diese virtuelle Form und diese virtuelle Plattform verlassen, dann könnten wir eines Tages ganz schön dumm aus der Wäsche schauen. Es sollte also praktisch ein nicht-virtuelles Backup geben, einen nicht-virtuellen Notplan für jedes dieser alternativen Internet-Medien.
Wissenschaft von der (professionellen) Tyrannei (der Professe)
Infokrieger) Und was ist mit der Identität? Denn – was ja keinen überraschen sollte – Leute haben gerne Namen, Leute haben gerne Flaggen mit Mustern drauf, Leute haben gerne diese leicht erkennbaren Attribute, wo man sagen kann, okay das ist meine Gruppe, und in dieser Gruppe bin ich jetzt aktiv. [...]
Warum nicht 'ne Identität schaffen, die sich auf tatsächliche Eigenschaften bezieht? [...] sondern ich bin zuallererst jemand, der versucht, Tyrannei, also diese Wissenschaft von der Tyrannei zu verstehen, und der sich bemüht, dem eine entgegengesetzte Wissenschaft entgegenzusetzen, mit der man sagen kann, wie könnten wir am allerbesten verhindern, dass wir in Tyrannis versinken. Was wäre 'ne Idee, wie sich ein paar grundsätzliche Dinge definieren ließen, womit man sich identifizieren kann – und das Ganze ist nicht nur schwammig, sondern wirklich konkret, weil's dann ziemlich bald eben ziemlich rund geht, wenn bestimmte Seiten und Server usw. abgeschaltet werden (sollten) – woran erkennt man sich gegenseitig?
Gerade das Chaos ... Keep it chaotic, baby!
Wisnewski) Gut, ich meine, es gibt ja eine lockere Identität: Man kann (schon) stolz darauf sein, wenn man dieser globalen Recherche-Szene angehört, die unglaubliche Erfolge errungen hat im Fall "11ter 9ter" oder auch in anderen Fällen – bei der "Klimakatastrophe" da ist in letzter Zeit viel zusammengebrochen. Es gibt eine solche lockere Identität bereits, und man kann stolz darauf sein, dieser globalen Szene anzugehören, aber: Vor weiteren Strukturen würde ich warnen, weil solche Strukturen immer sofort angegriffen werden und angreifbar sind durch Geheimdienste. Die werden sofort unterwandert. Ich sag immer, wenn Sie in Dtl. 'ne Partei gründen, sagen wir mal mit zehn Leuten, dann sitzen bereits zwei vom Geheimdienst mit am Tisch – da kann ich Ihnen wirklich Brief und Siegel darauf geben Oder wenn Sie 'ne Veranstaltung machen, sagen wir mal über Globalismus oder eine große Vortragsveranstaltung über den "Elften-Neunten" oder so, da können Sie sicher sein, sitzt 'n halbes Dutzend Geheimdienstler im Publikum: Verfassungsschützer, BND, meinetwegen vielleicht sogar CIA, je nachdem. Deswegen ist es gerade ... die Stabilität dieser Szene resultiert auch aus ihrem Chaos, aus ihrer Vielfalt, aus ihrer Nicht-Definiertheit, verstehen Sie? Je mehr Sie das dezimieren, organisieren, umso angreifbarer wird das über die eigenen Strukturen. Nehmen wir mal an, Sie haben 'ne große Vereinigung mit 10.000 Mitgliedern – das ist ja prima, dann brauchen Sie nur den Vorstand zu übernehmen, schon haben Sie die ganze Organisation übernommen. Aber wenn dieselben 10.000 chaotisch nur im Internet sich selbst organisieren und mal dahin und mal dahin schwappen und diffundieren, dann ist das sehr viel schwieriger zu kontrollieren.
D.h. gerade ... ich warne eigentlich davor. Ich hab selber schon mal so 'n Versuch miterlebt, in Dtl. einen Verein zur Untersuchung des "Elften-Neunten" zu gründen – da wurde mir schlagartig die Gefahr bewusst, die sowas in sich birgt. Deswegen: Gerade das Chaos dieser Szene – diese Vielfalt ist ihre eigentliche Stärke.
Gerhard Wisnewski
website & Wikipedia & EsoWatch & playlist & Mosaik 9/11
11/16'10 Wisnewski erzwingt Akteneinsicht
11/03'10 Stuttgart 21: Offener Brief von Joachim Holzhauser
06/05'10 Bild-Zeitung:
"Wem gehört die EU?" Das Steering Committee des "Bilderberger"-Politbüros"Der Geheim-Gipfel mit hochrangigen Persönlichkeiten, unter anderem aus Politik und Wirtschaft, heißt offiziell Bilderberg-Treffen. Bilderberg? Es ist so etwas wie eine geheime Weltregierung, munkelt man. An diesem Wochenende trifft man sich im spanischen Sitges.
Das Gelände rund um das Dolce Hotel ist abgeriegelt. Rund 350 Polizisten halten Demonstranten und neugierige Besucher fern. Ihre Sorge: Militante Globalisierungsgegner wollen gegen das Treffen protestieren. Nur so viel ist bisher durchgesickert: 130 führende Köpfe aus Wirtschaft, Politik, Medien, Militär und Hochschulen werden über die dringenden Themen der Welt sprechen.
Wer genau dem illustren Kreis beiwohnt ... geheim!"
11/13'05 Phantomterrorismus-Vorlesung an der Rudolf-Steiner-Akademie
10/16'10 War Józef H. Retinger ein Jesuit?
Quinto) Gerhard Wisnewski kommt das Verdienst zu, als einer der allerersten etablierten Verschwörungsforscher sowohl speziell die Person des Józef H. Retinger als graue Eminenz hinter den Bilderbergern und der Europäischen Union als auch die Jesuiten allgemein hinter dem Verschwörungsgeschehen ausführlich beleuchtet zu haben.
Dies hätte ich persönlich kaum noch für möglich gehalten.
Sein Buch "Drahtzieher der Macht – Die Bilderberger – Verschwörung der Spitzen von Wirtschaft, Politik und Medien", das in diesem Jahr veröffentlicht wurde, ist leider durch den ganzen Medienrummel um Daniel Estulin, auch ausgelöst durch den Koadjutor *) Fidel Castro, weitgehend unbeachtet geblieben. Dies sollte nicht so bleiben, denn diese Veröffentlichung ist in dieser Hinsicht einzigartig.
*) "The Spanish Jesuit Coadjutor Miguel de Cervantes Saavedra characterized his master Loyola in the person of Don Quixote, after whom is named Cervantes' famous work, 'Don Quixote de la Mancha', the first half released in 1605 and the second in 1615. (It is the favorite of Jesuit Coadjutor Fidel Castro as well as the present Venezuelan Roman Catholic dictator, Hugo Chavez.) Yes, knight errant Don Quixote, 'the noble of armor', is the personification of none other than Ignatius Loyola, the hero of the Jesuit Order. Therefore, every member of Yale's 'Order of Skull and Bones', after 'kissing the slippered toe of the Pope', has been knighted by 'Don Quixote' in the tomb, and thus becomes a 'Knight of Eulogia' (i.e. 'Knight of the Virgin Mary' as Loyola first called his soldiers) and thus a Jesuit Temporal Coadjutor serving the Pope of Rome. Masonic Bonesmen William Howard Taft, George H. W. Bush and George W. Bush have been merely Presidential slaves of the Pope."
06/30'10 "The Society of Jesus was founded by a Spanish Basque nobleman, Don Ignatius of Loyola, with the blessing of the Farnese Pope Paul III. Loyola, prior to the founding of his Order of the New Templars first called the 'Knights of the Virgin Mary', had been in command of Spanish forces in a battle with French forces at Pamplona, Spain.
The fortress from which Loyola waged his defense was – you guessed it – in the shape of a Pentagon! Knight of Malta King Juan Carlos commemorated Loyola's Spanish Pentagon with a stamp issued in 1988."
"Initiator der Konferenz war der Pole Dr. Joseph H. Retinger, der viel durch Europa reiste und mit allen wichtigen Personen Westeuropas vertraut war. Er nahm unter anderem die Zusammenarbeit mit Prinz Bernhard, der Teilnehmer der ersten Konferenz war, auf." (S. 30)
"Tatsächlich wurde Retinger als junger Mann Priester und schloss das Noviziat der Jesuiten in Rom ab, berichtet Jan Chciuk-Celt, der Sohn eines Kriegskameraden Retingers [Tadeusz Chciuk-Celt].
Da ihm das Zölibat 'als zu große Hürde' erschien, habe er den Priesterberuf allerdings wieder an den Nagel gehängt. Laut diesem Bericht führte Retinger zwei Ehen, zunächst mit einer Polin namens Otylia Zubrzycka, dann – nach der Trennung – ab 1926 mit einer gewissen Stella Morel, 'der Tochter eines Freundes, des Labour-Gewerkschafters E.D. Morel' (Chciuk-Celt, Jan: 'Józef Hieronim Retinger 1888-1960', updated June 24, 2009). Aber diese Frau starb schon 1933, und es sieht ganz so aus, als habe der Witwer Retinger danach keine neue Beziehung mehr angefangen, sondern sich stattdessen wieder auf sein Jesuiten-Dasein besonnen und sich in die konspirative Arbeit gestürzt.
Es wäre naiv anzunehmen, mächtige Vereine wie die Bilderberger seien vor 45 Jahren durch ein paar Gespräche wie aus dem Nichts entstanden. In Wirklichkeit stützten sich diese Bilderberger auf uralte Strukturen, denen sie eine neue Erscheinungsform geben." (S. 80 f.)
"So war unser Jesuit J.H. Retinger ein wahrer Hecht im Karpfenteich. Er kannte nicht nur den holländischen Prinzen Bernhard, sondern auch zahlreiche sinistre Persönlichkeiten in den USA, all die namhaften Imperialisten und Globalisten seiner Tage, von Nelson und David Rockefeller und CIA-Chef Allen Dulles (dessen Neffe Avery katholischer Kardinal und Jesuit war) über den Eisenhower-Stabschef und einen der ersten CIA Direktoren, Walter Bedell Smith, und den CIA-Agenten Thomas Braden bis hin zu dem legendären CIA-Chef William 'Wild Bill' Donovan, der übrigens ebenfalls an einer zumindest streng katholischen Schule erzogen worden war." (S. 107)
"In Georgetown wiederum studierte der spätere amerikanische Präsident und Bilderberger Bill Clinton, und zwar an der Edmund A. Walsh School of Foreign Service, benannt nach dem Jesuitenpriester Edmund A. Walsh. Dort lehrte ab den späten siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts Henry Kissinger als Professor.
Der EU-Kommisar (ab 1985) Peter D. Sutherland, Mitglied des Steering Committee der Bilderberger und der Trilateralen Kommission, wurde von den Jesuiten des Gonzaga College in Dublin erzogen." (S. 108)
"Kaum war der erste Weltkrieg vorüber, erschien er wieder in Europa, um dort seine Strippen zu ziehen. Sein erster Ansatz für eine Vereinigung Europas war freilich etwas plump. So hatte er, wie gewohnt, zwar keine Schwierigkeiten, bei dem französischen Premierminister Georges Clemenceau einen Termin zu bekommen – die Zustimmung zu seinem Plan einer ersten 'Europäischen Union' erhielt er aber nicht. Er schlug Clemenceau vor, Österreich, Ungarn und Polen in eine Monarchie umzuwandeln – unter Leitung der Jesuiten! Möglicherweise war dieser Plan, Macht und Einfluss der Jesuiten zu mehren, etwas zu offen und direkt.
Jedenfalls war damit eine Katze aus dem Sack, die Clemenceau überhaupt nicht gefiel – und Retinger war als Agent des Vatikan gebrandmarkt.
Diesen Fehler wollte er nicht noch einmal machen. Den Zweiten Weltkrieg verbrachte Retinger als Agent der Briten im Kampf um sein Heimatland Polen. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches sah Retinger endgültig seine Chance gekommen, seine Einigungspläne wieder aufzunehmen, allerdings ging er diesmal weitaus vorsichtiger und behutsamer zu Werke. So wollte er diesmal nicht gleich einen fertigen Baum in die Landschaft pflanzen, sondern begnügte sich mit einem Setzling. Zusammen mit dem belgischen Premierminister (Brüssel – Hauptsitz der Europäischen Union) Paul van Zeeland gründete er 1946 die 'Europäische League for Economic Cooperation' (ELEC) und damit die 'Europäische Bewegung'. Generalsekretär: der Jesuit Józef Retinger. Mit seiner Führungsposition bei der ELEC wurde JHR einer der – wenn nicht der – Vater der Europäischen Union und praktisch der erste Generalsekretär der Europäischen Union i.G. (in Gründung)." (S. 113 f.)
Die Gründer und Mitglieder des ACUE [American Committee for a United Europe] waren allesamt gute Bekannte unseres umtriebigen Jesuiten Józef Retinger. Zu Ihnen gehörten u.a.
# der berüchtigte OSS-Veteran und CIA-Gründer Bill Donovan [...]
# Donovans ebenso berüchtigter OSS-Untergebener und späterer CIA-Chef Allen Dulles, Onkel des späteren Jesuiten-Kardinals Avery Dulles
# der erste CIA-Direktor Walter Smith
und nicht zu vergessen
# der Präsident der jesuitischen Fordham University Robert I. Gannon SJ ("As I remember Fordham").
Die Dunkeltruppe rief die 'European Conference on Federation' ins Leben [...] Der Jesuit und Bilderberg-Gründer, den in der Öffentlichkeit bis heute niemand kennt, schaffte es also, eine Versammlung von 800 hochkarätigen Persönlichkeiten einzuberufen, um die Weichen zu einer Einigung Europas zu stellen.
Anders ausgedrückt: Der Jesuit rief, und alle kamen. Bis hinauf zu den Königshäusern.
Das ACUE war lange Zeit ein wichtiger Geldgeber der Europäischen Bewegung. Am 26. Juli 1950 unterzeichnete der Geheimdienstler William Donovan ein Memorandum mit Instruktionen zur Gründung des Europaparlamentes.
Das also sind die wirklichen Wurzeln Europas und auch der ehrenwerten Bilderberger. (S. 116)
"Entstanden waren die Römischen Verträge, diese Meilensteine auf dem Weg zum europäischen Superstaat, nirgendwo anders als bei den Bilderbergern des Jesuiten Retinger." (S. 123)
"Somit kann man abschließend festhalten, dass zunächst die Bilderberger und dann die Europäische Gemeinschaft und ihre Vorläufer ein jesuitisches und damit katholisches Projekt waren." (S. 125)
04/26'10 Rudolf Steinmetz – "Strippen der Weltpolitik": "Von über 80 Staaten und Stadtstaaten wurde die 1540 offiziell anerkannte Societas Jesu SJ (Volksmund: Schlaue Jungs) wegen politischer Intrigen und Komplotte ausgewiesen und verboten. Die päpstlichen Anweisungen an den in Rom residierenden Ordensgeneral priorisierten ein Ziel: die kulturangepasste Mission der Eliten, um so 'hinter tausend Masken' einer globalen Kirchenmacht den Weg zu bahnen. Weltweit gibt es heute rund 4000 jesuitische Bildungseinrichtungen mit 30 Universitäten allein in den USA. Darunter die renommierte 'Georgetown', deren Annalen führende Bilderberger verzeichnet, wie etwa Bill Clinton und Henry Kissinger.
Das Ganze finanziert durch ein ausgeklügeltes Fundraising bei schwerreichen Witwen und Waisen.
Ihr spezifisches Gewicht bekommt nun die jesuitische Hypothese des hier besprochenen Buches durch die Tatsache, dass die Gründung der ominösen Bilderberger-Konferenzen von dem polnischen (Ex)-Jesuiten und Geheimdienstler Joseph Hieronim Retinger initiiert wurde, der zusammen mit Prinz Bernhard der Niederlande als Vorsitzendem 1954 zu einem ersten Treffen 'gleichgesinnter' Vertreter aus aller Welt in das holländische Hotel De Bilderberg in Oosterbeek eingeladen hatte."
"Der Initiator der Bilderberger [...] war der Pole und Jesuit Józef Retinger (1888-1960).
Retingers Persönlichkeit wird von Alden Hatch in seinem Buch 'H.R.H. Prince of the Netherlands' so wiedergegeben: 'C.D. Jackson [Sonderberater für psychologische Kriegführung von US-Präsident Eisenhower und Leiter des CIA-finanzierten Radio Free Europe] sagt, er sei eine Art graue Eminenz, ein Talleyrand ohne Portfolio. [...] Jackson, der oft mit Retinger aneinandergeriet, sagte, er war "ein schwieriger Mensch", der [...] häufig seine Absicht mit sehr hinterlistigen Mitteln durchsetzte. Retinger hatte, wie Jackson es nannte, "einen eingebauten Instinkt für Intrige" und eine leidenschaftliche Liebe für Polen.
Seine "jesuitische Überzeugung" brachte ihn dazu, "dass der Zweck die Mittel heilige."'
Retinger wird allgemein als polnischer Agent des Vatikans angesehen, der als Verbindungsmann zwischen dem Papst und dem Jesuitenorden handelte. Während des Zweiten Weltkrieges stand Retinger in engem politischen Kontakt zu General Wladyslaw Sikorski, dem 'Premierminister' der in London angesiedelten polnischen Exilregierung und Oberbefehlshaber der polnischen Truppen."
"Die Idee stammte von Alastair Buchan, einem Vorstandsmitglied des RIIA (Royal Institute of International Affairs) und des sogenannten Runden Tisches und Sohn von Lord Tweedsmuir und Duncan Sandys – einem prominenten Politiker und Schwiegersohn des späteren Winston Churchills.
Dieser wiederum war mit Retinger, einem Jesuitenpriester und Hochgrad-Freimaurer (33.), befreundet.
(see John Coleman's 'The Conspirators Hierarchy: The Story of the Committee of 300' America West Publishers 1992, 'Komitee 300: Die konspirative Hierarchie' Michaels-Verlag 1993)
In der Tat ist der Bilderberg-Club in Wirklichkeit eine Kreation des MI6 unter Anleitung des Königlichen Institutes für Internationale Angelegenheiten. 'Es war der Plan des britischen Geheimdienstes, Joseph Retinger, der später einer der entscheidenden Gründungsväter der europäischen Bewegung werden sollte, dazu zu bewegen, die Bilderberg-Gruppe als den eigentlichen Makler der Macht hinter den verschiedenen Regierungen Europas und der Vereinigten Staaten zu organisieren.'
(Pierre Beaudry: "The Mennevee Documents of the Synarchy" p. 68)"
S. 49 f.) "Der MI6 brauchte ein königliches Gesicht, um öffentliche Unterstützung und Werbemöglichkeiten für die Bilderberger zu gewinnen. Prinz Bernhard von den Niederlanden war für seine zahlreichen engen Beziehungen zu den europäischen Königshäusern und hochgestellten Industriellen bekannt.
Er war ein idealer Verbindungsmann und erhielt daher den 'diplomatischen' Vorsitz des Clubs.
Tatsächlich aber lenkte Retinger die Gruppe verdeckt bis zu seinem Tod im Juni 1960."
September 30, 2010
August 3, 2010
Muguette Baudat: Vielleicht ist die Zeit gekommen
Bugie di sangue in Vaticano (1999) Discepoli di Verità, Mailand: Kaos edizioni
Ihr habt getötet (2003) Discepoli di Verità, Berlin: Aufbau-Verlag, ISBN 3-351-02551-3
S. 205-222) Ich bin Muguette Baudat, die Mutter des Vizekorporals Cédric Tornay.
Trotz allem, was nach dem 4. Mai 1998 geschehen ist (und was nicht geschehen ist), habe ich einen Rest an Vertrauen in die Justiz des Vatikanstaates bewahrt. Bis zum heutigen Tag wollte ich nicht riskieren, die Wiederaufnahme des Untersuchungsverfahrens, auf die wir immer noch warten, in irgendeiner Form zu gefährden. Ebensowenig wollte ich den vatikanischen Richtern irgendwelche Schwierigkeiten machen, jenen Richtern zumindest, die noch die Absicht haben könnten, die wahren Umstände und die wirklichen Gründe aufzudecken, die zum Tod von Cédric Tornay, Alois Estermann und Gladys Meza Romero [...] geführt haben.
Wenn der Vatikan seine Reputation retten will, indem er weiterhin eine schändliche Wahrheit verbirgt, dann ist es so, als würde er sich mit einem durchsichtigen Schal die Augen zubinden. An der Spitze der Kirche scheint die "Staatsräson" zu regieren, und ich denke, dies ist der Grund, weshalb die Verantwortlichen in der römischen Kurie solche Anstrengungen unternehmen, damit der Welt eine grauenhafte Wirklichkeit verborgen bleibt. Diese hohen Würdenträger haben beschlossen, Täter und Auftraggeber des Massakers vom 4. Mai zu decken. Ob sie nun die Identität der Mörder genau kennen oder nicht, sicher kennen sie das Motiv für die Exekution von Oberst Estermann, und dies könnte man als ein "Lügen durch Verschweigen" bezeichnen.
Tatsächlich hat nichts aber auch gar nichts beweisen können, dass die Tat sich so abgespielt hat, wie der Heilige Stuhl es mit seiner "offiziellen Wahrheit" unter Trommelwirbeln und Fanfarenstößen proklamierte. Am 4. Mai wurden ein frisch ernannter Kommandant der Schweizergarde, dessen Ehefrau und ein junger Unteroffizier im Vatikan tot aufgefunden, während in der Kaserne Familien spazieren gingen, die nichts gemerkt hatten und ohne dass Alarm gegeben worden wäre, als Schüsse detonierten, die niemand hörte. Das ist unfassbar. Wie konnte man sicher sein, dass nicht gleichzeitig auch die Unversehrtheit des Heiligen Vaters auf dem Spiel stand? Genügten zwanzig Minuten, um den ganzen Vatikanstaat von oben bis unten zu durchsuchen? Hat man geklärt, warum merkwürdigerweise die Führungskräfte des Korps an jenem Abend abwesend waren?
Ich betrachte es folglich als mein gutes Recht, den Verteidigern der vatikanischen "Staatsräson" und ihren Aussagen über meinen Sohn mit Misstrauen zu begegnen und ihrer Rekonstruktion der Ereignisse – vor allem der Todesumstände meines Sohnes Cédric – zu widersprechen. Und ich denke, dass heute, nach so vielen Monaten, eine öffentliche Bilanz von Nutzen sein könnte, denn viele Leute beobachten mit Sorge, dass seit Februar 1999, seit dem "Schlusswort" durch den Vatikan, der Mantel des Schweigens über die Affäre gebreitet wurde. Es ist an der Zeit, dass alle Menschen, die mir Mut zugesprochen und mich unterstützt haben, über die Vorkommnisse und die heutige Situation unterrichtet werden. Doch soviel sei klar: ich will niemanden bekehren.
Der Verlag Kaos edizioni hat mir die Möglichkeit geboten, mich öffentlich zu Wort zu melden, und ich habe schließlich eingewilligt, denn mir wurde bewusst, dass nicht ich allein lautstarke Zweifel an jener "Wahrheit" anmeldete, die der Heilige Stuhl mit vorschneller Anmaßung sanktioniert hatte. Ich habe zwar darauf verzichtet, auf den Inhalt dieses Buches Einfluss zu nehmen – kenne auch weder die Autoren noch ihre Quellen – doch wurde mir klar, dass man hier nichts anderes als die Wahrheit fordert, und zwar mit Vehemenz. Nach einigem Nachdenken entschied ich daher, mich im Anhang des Buches einzuschalten.
Umso mehr, als in Rom ein geschmackloses Büchlein veröffentlicht wurde, gegen dessen Form wie Inhalt ich vorgehen könnte und in dem die Opfer des 4. Mai 1998 für einen Kampf missbraucht werden, der nicht der meinige ist. Ich möchte mich von diesem erbärmlichen Machwerk ausdrücklich distanzieren, auch wenn das Bändchen auf eine Hypothese hinausläuft, die von meiner Überzeugung nicht allzu weit entfernt ist. Dass nämlich die Estermanns einem geplanten Mord zum Opfer fielen und dass man die Tötung Cédric Tornays mit einkalkuliert hatte, um diese politische Tat zu "verdecken". Dies ist das einzige Verdienst, das man dieser vorgeblichen Enthüllung zusprechen kann. Wenn der Autor auch erkannte, dass hinter der Tragödie des 4. Mai ein Dreifachmord steckt, so hat er dies benutzt, um mit der katholischen Kirche und den Hierarchien des Vatikans persönliche Rechnungen zu begleichen. Damit dies ein für allemal geklärt ist: Cédric Tornay wird niemals als Symbol für irgend etwas stehen, weder innerhalb noch außerhalb der heiligen Mauern und schon gar nicht als Märtyrer der Schwulenbewegung.
Die Herren Croce und Lacchei sahen im Blutbad des 4. Mai – über das sie in Wirklichkeit nichts wissen, außer den wenigen Einzelheiten, die sie (häufig fehlerhaft) aus den italienischen Zeitungen abkupferten – eine unverhoffte Gelegenheit, ihren "Verfolgern" eine Abreibung zu verpassen. Mein Kampf für die Wahrheit darf mit ihrem Kampf weder verwechselt noch vermischt werden. Trotz seine schmeichlerischen Widmung und den guten Ratschlägen, die er mir erteilte, soll Herr Croce wissen, dass über Lügen und Manipulationen kein Mensch zur Wahrheit gelangt, und sein Buch – das trotz seines propagandistischen, marktschreierischen Titels ohne jedes Interesse ist – ist ebenso inhaltsarm wie stilistisch verpfuscht. Warum sollte ich meine Dokumente an die italienische Gerichtsbarkeit übergeben, wie mir vorgeschlagen wird? Ich habe schon genug mit den Absonderlichkeiten ihres vatikanischen Pendants zu tun. [...]
Ich breche heute mit Hilfe eines kleinen, als "antiklerikal" bezeichneten Verlags mein Schweigen, weil ich eine konkrete Gelegenheit nutzen wollte: eine unabhängige Plattform, die keine Bedingungen stellte und mich nicht beeinflussen wollte.
Ich möchte kein Urteil über den Inhalt dieses Buches abgeben. Jedoch stelle ich fest, dass sich viele der hier aufgezeigten Fakten mit meinen Unterlagen decken oder diese komplettieren. Und übereinstimmend belegen sie, wie unwahrscheinlich die "offizielle Version" des Heiligen Stuhls ist, wie viele Ermittlungslücken die Untersuchung durch den Vatikan aufweist (Fakten, Personen, Verantwortlichkeiten, Hintergründe). Ich hoffe daher, dass auch dieser Ansatz dazu beiträgt, die zuständigen Behörden in die Pflicht zu nehmen, damit sie ihre Arbeit auf neuer Grundlage von vorn beginnen: unter neuen Gesichtspunkten, mit anderen Hilfsmitteln und unter Gewährleistung von absoluter Transparenz und Unabhängigkeit.
So habe ich denn beschlossen, der Öffentlichkeit verschiedene Dokumente zugänglich zu machen. Und zwar beginne ich mit einem Bittgesuch und einem persönlichen Brief, die ich in den letzten Monaten an den Heiligen Vater gerichtet habe. Da mein persönlicher Brief an den Papst vom 8. Juli 1999 ohne jede Erwiderung geblieben ist (ebenso wie das offizielle Bittgesuch vom 18. Sept. 1998), denke ich, steht es mir nun frei, den Inhalt publik zu machen. In beiden Fällen ist ein beträchtlicher Zeitraum verstrichen, und so fühle ich mich nicht mehr an die Diskretion und Zurückhaltung gebunden, die ich bis heute (allein aus Hochachtung vor der Person des Heiligen Vaters) bewiesen habe.
Des weiteren veröffentliche ich drei Beschlüsse der Justizbehörden des Vatikanstaates und ein Attest der Direktion des vatikanischen Sanitätsdienstes. Diese Papiere gehören nicht zu den Dokumenten, die ich über das Verbrechen und dessen Zusammenhänge gesammelt habe. Sie gehören nicht einmal zu den damit verbundenen Unterlagen und wissenschaftlichen Gutachten. Sie sind Teil einer Unmenge von Zeugnissen und unveröffentlichten Informationen, die ich bis heute sammeln konnte. Ich verfüge über eine Masse an Dokumenten, die ich für die gerichtlichen Auseinandersetzungen aufsparen möchte, auf die ich noch immer geduldig warte.
Die zwei Schreiben, die ich an den Papst gerichtet habe, und diese vier offiziellen Dokumente des Vatikans werden jedem vor Augen führen, in welcher juristischen Sackgasse das Blutbad vom 4. Mai 1998 heute steckt. Ich für meinen Teil richte damit eine dreifache Botschaft an die öffentliche Meinung: eine Geste der Dankbarkeit, einen Appell an Zivilcourage und Verantwortungsbewusstsein und schließlich ein Zeichen der Hoffnung und Erwartung.
Jeder anständige Mensch soll wissen, dass man sich, wenn denn der gute Wille vorhanden ist, auf die "wirkliche Wahrheit" anstelle der "offiziellen Wahrheit" berufen kann, woher auch immer diese rühren mag. Auch wenn der Heilige Stuhl etwas anderes glauben machen will, die Affäre vom 4. Mai 1998 ist nicht zu den Akten gelegt, ist nicht abgeschlossen und vor allem nicht offiziell geklärt. Für die irdische Gerechtigkeit ist noch längst nicht gesorgt.
Ich danke von ganzem Herzen den vielen Menschen, die mir in all den Monaten moralische und praktische Unterstützung haben zuteil werden lassen, vor allem jenen, die meinem Appell vom Januar 1999 nachgekommen sind – ihnen bin ich besonders verpflichtet. Mit diesen Zeilen begleiche ich vor allem eine Schuld ihnen gegenüber, und ihnen spreche ich noch einmal meinen tiefen Dank aus. Alle diese Freunde, bekannte und unbekannte, haben einen zusätzlichen Beweis von Zivilcourage verdient. Mein Kampf ist auch ihr Kampf.
All denjenigen, die Cédric kannten, vor allem seinen Freunden beziehungsweise Kollegen der Schweizergarde, möchte ich folgendes sagen: ich weiß, dass ihr aus Furcht schweigt. Und wenn euer Schweigen nicht von diesem Gefühl diktiert wäre, hätte man im übrigen das Recht noch Schlimmeres zu vermuten. Ich möchte euch ein weiteres Mal zurufen: Sprecht! Erleichtert euer Gewissen. Gehorcht eurer Pflicht als aufrechte Männer, die dieser Bezeichnung würdig sind! Wie lange werdet ihm mit diesem Stachel in der Brust leben können, ihr, die ihr in der Schweizergarde zu falscher Aussage gezwungen wurdet und die ihr verschwiegen habt, was ihr doch wisst? Noch immer warte ich darauf, dass die Personen, die mir kurz nach dem Massaker bestimmte Fakten offenbarten, sich dazu durchringen, dasselbe an geeigneter Stelle zu wiederholen. Dieser Appell richtet sich an Offiziere und Unteroffiziere der Schweizergarde, und weniger an die aktuell verpflichteten als vielmehr an diejenigen, die in letzter Zeit das Korps verlassen haben. Herr Roland Buchs hat wiederholt erklärt, dass über das Verbrechen vom 4. Mai "nur Gott die Wahrheit kennt". Doch welchen Gott meinte er? Der Gott, den ich kenne, hat mit dieser Geschichte, die einfach nur unmenschlich ist, nichts zu schaffen.
Was den einnehmenden "Beichtvater" und vorgeblichen "geistlichen Beistand" Cédrics betrifft – ein Konzentrat aus Heuchelei, Lügen und Widersprüchlichkeiten, gewiss ein Priester aber sich keine autonom agierende Hauptfigur – ich weiß, was er vor dem Untersuchungsrichter zusammengestammelt hat: "Aus Liebe und zum Schutz der Kirche" hat er seine ursprünglichen Bekenntnisse "vergessen". Ist er davon überzeugt, oder hat man ihn überzeugt? Sei's drum. Aber er sollte sich keine Illusionen machen: früher oder später wird der Tag kommen, an dem auch er sich erklären muss, und zwar ausführlich.
Ebensowenig werde ich die asiatischen Bischöfe vergessen, die in jenen Tagen bei Estermanns zu Gast waren, und auch bestimmte Bischöfe meines Heimatlandes nicht. Doch da sind auch Pater Roland Trauffer und vor allem Monsignore Alois Jehle, die wohl viel zu erzählen hätten. Ich wünsche mir nur, dass sie lange genug leben um das zu sagen, was das Ansehen ihrer Kutte verlangt. [...]
Ich möchte, dass alle Mütter, alle Eltern und Freunde von offiziellen "Suizidopfern" – besonders von Polizisten und Soldaten – wissen, dass sie vor den großen und kleinen Gründen der "Staatsräson" nicht mehr allein dastehen. Vielleicht ist die Zeit gekommen, eine gemeinsame Phalanx zu organisieren, die in den sogenannten zivilisierten Ländern weitaus verbreiteter ist, als man meint.
Und ich denke zuallererst an die Angehörigen der beiden anderen Opfer des 4. Mai, die sich, wie es scheint, bisher an die "offizielle Version" gehalten haben. Ob sie davon alle wirklich überzeugt sind, entzieht sich meiner Kenntnis, doch sie sollen wissen, dass ich mich ihnen nahe fühle, jenseits jeglicher Zwietracht, die manch einer zwischen uns säen möchte.
Das Bittgesuch an den Papst
Am 4. September 1998 traf ich – nachdem ein Hauptmann der Schweizer Armee mir seinen ausdrücklichen Wunsch mich zu sehen, übermittelt hatte – den Sekretär der Nuntiatur in Bern. Am 13. September suchte mich dann der Offizier gemeinsam mit dem Sekretär der Nuntiatur zu Hause auf, in einer vertraulichen Spähmission. Durch die beiden Treffen wollte man herausfinden, wie viel ich wusste und was ich zu tun beabsichtigte. Nachdem die beiden Abgesandten dem Nuntius, und dieser wiederum dem Staatssekretär, Bericht erstattet hatten, schlug die Mission in Einschüchterungsversuche um. Die Botschaft war klar.Infolge dieser beiden Treffen beschloss ich, mich direkt an den Heiligen Vater zu wenden, und zwar mir einem Bittgesuch.
Dieses Bittgesuch erreichte seine Destination am 26. September: es wurde in den Privatgemächern des Palastes von Castel Gandolfo zugestellt, wo der Heilige Vater gerade weilte. Das Bittgesuch wurde einem an Monsignore Mieczyslaw Mokszycki (den Sondersekretär des Heiligen Vaters) adressierten Schreiben beigelegt. Hat Monsignore Mokszycki den Text des Gesuches, der ihm in fotokopierter Form vorlag, gelesen? Und hat er ihn dem Papst unterbreitet? Oder hat er ihn statt dessen – was wahrscheinlicher ist – an Monsignore Stanislaw Dziwisz weitergeleitet, der – auch wenn er inzwischen Bischof und beigeordneter Präfekt des Päpstlichen Hauses ist – weiterhin den "Kabinettschef" des Heiligen Vaters abgibt? Mein Bittgesuch ist jedenfalls ins Staatssekretariat gelangt. Und eines ist sicher: der Heilige Vater hat mir nicht geantwortet, hat mir auch nicht antworten lassen, und es hat auch niemand sonst an seiner Stelle geantwortet.Heiligster Vater,
ich bin die Mutter des Vizekorporals Cédric Tornay. Eine Mutter, der das Schicksal den Sohn entrissen hat, wendet sich wie eine Tochter an Euch.
Ich war bereit, die dreifache Schuld Cédrics einzugestehen, doch ich wurde sofort unter Druck gesetzt und mit Manipulationen, Verheimlichungen und Lügen umgeben. Außerdem sind die Erklärungen von seiten der Kurienvertreter wie auch die Einzelheiten der Untersuchungen, in die mir Einsicht gewährt wurde, alles andere als beweiskräftig. Ich kenne die Akten der vatikanischen Ermittlungsbehörden nicht, doch das Konstrukt der offiziellen Version hält einer Tatsachenanalyse nicht stand.
Ich weiß nun, dass sich das Verbrechen vom 4. Mai nicht so abgespielt hat, wie es die offizielle Version will, eine Version, die am selben Abend, zeitgleich mit der Eröffnung des Ermittlungsverfahrens ausgearbeitet wurde. Und abgesehen von allen Vernunftgründen: unablässig rührt die Stimme meines Sohnes mir an Herz und Ohr: "Mama, ich war es nicht."
Wie andere Leute auch möchte ich einfach die Wahrheit erfahren, wie auch immer sie aussehen mag. Ich habe mich entschlossen, einer vatikanischen Rechtssprechung zu vertrauen, die in Eurem Namen und an Eurer Stelle handelt. Doch als die Ermittlung an den Staatsanwalt weitergeleitet wurde, der, wie man sagt, den Fall möglichst schnell zu den Akten legen sollte, hatte man mich noch kein einziges Mal als Zeugin vor den zum Untersuchungsrichter gewordenen Staatsanwalt Nicola Picardi geladen. Und im übrigen werde ich seit dem 7. Mai 1998 von allen Vorgängen abgeschirmt.
Doch nun, Heiligster Vater, komme ich zu den eigentlichen Gründen, die mich heute dazu treiben, mich vor Euch zu öffnen. Anfang des Monats kam ein Mittelsmann zu mir und sagte, der Sekretär der Berner Nuntiatur wolle mich treffen. Wir verabredeten uns an einem neutralen Ort in der Schweiz, in Sankt Gingolph am Genfer See, in der Nähe der französischen Grenze. Wir trafen uns Freitag, den 4. September 1998, um 16 Uhr. Trotz des liebenswürdigen Auftretens meiner Gesprächspartner wurde klar, dass sie nur herausfinden wollten, wie viel ich wusste, ich welcher psychischen Verfassung ich mich befand und was ich vorhatte. Es ist übrigens kurios, dass offensichtlich die meisten Geistlichen der Meinung sind, Frauen seien geistig beschränkt. Am Ende der Unterredung gab mir Monsignore B.M.R. ein weißes Etui, in dem sich ein hübscher Rosenkranz befand. Doch er sagte mir nicht, ob dieses Geschenk von Eurer Heiligkeit stammte. Er blieb vage in diesem Punkt.
Neun Tage später, am Sonntag, dem 13. September, gegen Abend, kamen dieselben Personen (ohne Vorankündigung und ohne dass ich sie eingeladen hätte) zu mir nach Hause. Da sie eine weite Strecke gefahren waren um mich zu sehen, gebot mir der Anstand sie zu empfangen. Hinter Phrasen, Andeutungen und weitschweifigen Ausführungen steckte eine klare Botschaft: Man legte mir mit Nachdruck nahe zu schweigen. Man sagte mir, dieser Ratschlag (um nicht zu sagen: diese fast unverhohlene Drohung) käme von einer Stelle "über" Eurem Staatssekretär. Ich kann nicht glauben, dass diese Aktion von Euch ausging und auch nicht, dass sie von Eurer Autorität gedeckt wird.
Nun, Heiligster Vater, begreift Ihr die Lage, in der ich mich befinde. Ich war es mir schuldig, Euch dies anzuvertrauen. Ich fürchte nicht so sehr für mich selbst wie für meine Familie. Aber ich kann mich einfach nicht geschlagen geben. Wir alle, auch die Kirche, haben das Recht auf Wahrheit, und außerdem habe ich die Pflicht, das Andenken meines Sohnes zu schützen.
Ich bin sicher, dass Ihr meinen Gemütszustand begreifen und das Richtige unternehmen werdet um zu verhindern, dass die Kirche ihr Gesicht verliert.
Was auch immer geschehen mag, ich werde, obwohl ich Protestantin bin, nicht aufhören, für Euch und Eure Schweizergarde zu beten. Allein das Korps kann nämlich für Eure leibliche Unversehrtheit und Eure Unabhängigkeit als Oberhaupt der Kirche garantieren. Und nun soll die Funktion der Schweizergarde auf harmlose Folklore beschränkt werden. Das grausame Schauspiel vom 4. Mai scheint mit dem internen Konflikt zusammenzuhängen, in dem sich das Korps seit einigen Jahren zerreibt. Ich bitte Euch, lasst dem neuen Kommandanten Eure persönliche Unterstützung zukommen! Unterstützt die Schweizergarde für die Zukunft!
Ich bitte Eure Heiligkeit: betet, dass die drei Toten vom 4. Mai in ewigem Frieden ruhen, die drei, die geopfert wurden, auf dass die päpstliche Schweizergarde leben möge, wie auch immer sich die Tat abgespielt hat. Sie verloren oder gaben ihr Leben für Euch, auf mysteriöse Weise, in Erfüllung ihres Eides, den sie an einem 6. Mai für Euch abgelegt hatten. Ich bitte Euch außerdem: betet für mich und meine Tochter, wie ein Vater für seine Familie.
In der Hoffnung auf Euer Verständnis und Euren Schutz versichere ich Euch, Heiligster Vater, meiner Zuneigung und Ergebenheit.
Vollèges, 18. September 1998
Muguette Baudat
"Man sieht nur mit dem Herzen gut." (handschriftlich angefügt)
Ich nehme an, dass der Heilige Vater mein Bittgesuch niemals erhalten hat und dass Kardinal Sodano und Monsignore Giovanni Battista Re – mit oder ohne das Einverständnis von Monsignore Dziwisz – beschlossen haben, es stillschweigend zu den Akten zu legen. In diesem Fall wurde die kirchliche Tradition verletzt: Es ist nicht bekannt, dass ein Bittgesuch an den Heiligen Vater jemals ohne Erwiderung blieb, und sei es nur ein banaler Formbrief, in dem – wohlgemerkt – Verständnis und der päpstliche Segen erteilt werden. Dieses Schweigen ist meiner Meinung nach ein Beweis dafür, in welche Verlegenheit ich die engsten Mitarbeiter des Papstes mit meinem Vorstoß gebracht habe. [...]
Wirft man einen Blick auf die Unterlagen, so wird folgendes deutlich: Die Voruntersuchung zum Verbrechen des 4. Mai 1998 wurde vom Untersuchungsrichter am Gerichtshof des Vatikanstaates geleitet. Die Untersuchung wurde noch am Abend des 4. Mai eröffnet und von demselben Richter am 9. Mai abgeschlossen, also nach nur fünf Tagen. Die Akte wurde dann an den "Promotore die Giustizia" weitergeleitet, also an den Staatsanwalt des Vatikanstaates, der die Ermittlungen allein weiterführte. Diese zweite Phase der Untersuchung endete am 1. Februar 1999 damit, dass der zum Untersuchungsrichter gewordene Staatsanwalt seinen Abschlussbericht dem Einzelrichter aushändigte, der Person also, die zu Beginn die Rolle des Untersuchungsrichters gespielt hatte! Mit anderen Worten: Herr X eröffnet und leitet die Untersuchung, um sie dann an Herrn Y weiterzuleiten. Herr Y führt die Ermittlungen und legt seine Schlussfolgerungen in die Hände von Herrn X. Herr X beschließt, die Untersuchungen einzustellen und den Fall zu den Akten zu legen, überträgt Herrn Y aber gleichzeitig einen neuen Ermittlungsauftrag.
Mann kann nur den Kopf schütteln, wenn man sieht, dass der Untersuchungsrichter und der rechtsprechende Richter in der Rechtsordnung des Vatikanstaates einunddieselbe Person sind und dass außerdem eine kriminalpolizeiliche Ermittlung sofort einem Staatsanwalt anvertraut wird, der – auf sich allein gestellt – anhand einer "offiziellen Version" der Fakten agiert.
Diese "offizielle Version" wiederum wird von einer politischen Instanz (dem Staatssekretariat), dem höchsten Organ des Heiligen Stuhls, proklamiert, das theoretisch mit der Gerichtsbarkeit des Vatikanstaates überhaupt nichts zu schaffen hat. Und der Staatsanwalt führt die Untersuchung über 267 Tage und duldet, trotz seiner Zweifel, die er am 17. Juli 1998 selbst äußert, nicht, dass die Verteidiger des schon im Vorfeld Schuldiggesprochenen an der Ermittlung beteiligt werden.
Am 1. Februar 1999, also neun Monate nach Einleitung des Untersuchungsverfahrens, beantragt der vatikanische Staatsanwalt beim Einzel- und Untersuchungsrichter die Archivierung der Voruntersuchung. Diesem Antrag wird sofort stattgegeben, ebenso dem Antrag, dass kein Strafverfahren (gemeint ist: gegen Cédric Tornay) eröffnet werden soll.
Der Beschluss vom 5. Februar 1999 scheint somit auch zu begründen, warum eine "Fortführung unangebracht" sei. Doch die Entscheidung des Untersuchungsgerichts, den Fall zu archivieren, wird ohne genaue und beweiskräftige Begründung gefällt. Und noch dazu ordnet derselbe Richter – diesmal in seiner Funktion als Einzelrichter – die Weiterführung der Untersuchungen zum Delikt des 4. Mai 1998 an, da sich "als notwendig erwiesen hat, dass weitere Fakten vertieft werden". Hier drängt sich die Frage auf, ob die ganze Angelegenheit im Sand verlaufen soll oder ob man das Ermittlungsverfahren tatsächlich weiterführen will.
Der ambivalente Beschluss vom 5. Februar stellt bis heute die einzige offizielle Entscheidung dar, die die vatikanische Gerichtsbarkeit im Zusammenhang mit dem Verbrachen vom 4. Mai gefällt hat. Und Cédric Tornay wird darin weder als "der" überführte Täter definiert, noch verdächtigt man ihn, einen Zweifachmord und Suizid begangen zu haben. Doch die Version, die das Staatssekretariat drei Tage später verbreiten ließ, verwandelte ihn in die vollkommene Bestätigung der eigenen "offiziellen Version", wobei suggeriert wird, auch der Gerichtshof des Vatikanstaates hätte die Schuld des Mörders und Selbstmörders in aller Form anerkannt. Eine skandalöse Fehlinterpretation, eine perfide Irreführung der öffentlichen Meinung.
Jedermann wird feststellen, dass in der Rechtsordnung des Vatikanstaates eine extreme Verwirrung und Überschneidung der Kompetenzen herrscht, wobei die Richter und Staatsanwälte einander auf groteske Weise die Bälle zuspielen. In unserem Fall sticht zudem die Einseitigkeit des Verfahrens ins Auge: eine parteiische Prägung und die Missachtung grundlegender Rechtsnormen – wie die Unschuldsannahme und das Recht auf Verteidigung – die im Strafrecht aller freien und demokratischen Staaten festgeschrieben sind. Ganz zu schweigen von der eisernen Kontrolle, die die politische Macht des Vatikans – theoretisch vom Staat Vatikanstadt getrennt – auf die zivil- oder strafrechtlichen Verfahren des Vatikans ausübt.
Ein Insiderbericht des inzwischen verstorbenen Prälaten Luigi Marinelli über Machtstreben und Erpressung im Umfeld des Heiligen Stuhls bringt totalitäre Umgangsformen und mafiose Machenschaften im Vatikan an den Tag. Marinelli war Mitautor des Enthüllungsbuchs "Via col vento in Vaticano" – wörtlich übersetzt "Vom Winde verweht im Vatikan", auf Deutsch erschienen unter dem Titel "Wir klagen an: zwanzig römische Prälaten über die dunklen Seiten des Vatikans". Sein Urteil ist hart: "Karrieristen und Freimaurer, wo man nur hinschaut im Vatikan. Das dürfen wir nicht länger hinnehmen."
Der Vatikan schweigt. Und das hat Tradition. Selbst das Attentat auf Papst Johannes Paul II. 1981 und nicht zuletzt der spektakuläre Mord am Bankier Gottes, Roberto Calvi, wurden nie endgültig aufgeklärt. Der Vatikan wirkt wie sein eigener Souverän, der seine eigenen Gesetze macht. Kontroll- und Beschwerdeinstanzen scheinen nicht zu existieren, Mitbestimmung ist nicht vorgesehen, nur Gnade und Gehorsam.
Von einem weltlichen Rechtsstaat ist der Vatikan weit entfernt, findet auch Luc Brossollet: "Das Justizsystem des Vatikans ist alles andere als demokratisch. Man macht und erlässt Gesetze im Namen Gottes und eben nicht im Namen des Volkes. Und um das zu machen, bedient man sich eines alten Codes, dem faschistischen Code aus der Zeit Mussolinis, der immer noch in Kraft ist."
On 4 May 1998, twenty years after the mysterious death of John Paul I, Cedric Tornay, a twenty-three year old vice-corporal in the Vatican Swiss Guards killed his superior, Colonel Alois Estermann, and his wife Gladys with his regulation pistol. He then took his own life. The Colonel, forty-four, had been promoted the day before to take command of the pontifical army.
At least that is the official version, issued barely three hours after the drama by Joaquin Navarro-Valls, the Vatican spokesman, and "confirmed" in February 1999: after a nine month inquiry, the Vatican promoter of justice concluded that "the Estermann couple had been killed by Vice-Corporal Tornay, who then immediately took his own life with the same regulation pistol."
However, just as with John Paul I, no one saw anything, no one heard anything that occurred that evening in the Estermanns' apartment, situated just a few metres away from that of the Holy Father. But Cedric Tornay left a letter, addressed to his mother, in which he explains his action and begs her forgiveness.
When she read this document, Cedric's mother, Muguette Baudat-Tornay, was stunned: not only was it not in her son's handwriting, but evidence that he was not its author was all too obvious. In the top right-hand corner it read, "Vatican, 4.05.98." Muguette is categorical about this: Cedric was in the habit of writing the name of the month in full, and furthermore he never used an initial zero to indicate the first nine months of the year. Another peculiar reference: that of "lieutenant-colonel" Estermann, when Cedric could not be unaware that he had just been promoted colonel. Similarly, he calls his sister "Melinda", whereas he used to call her Dada. He writes, "I took an oath to give my life for the Pope and that is what I am going to do." But he always used to say "Holy Father" rather than "Pope".
Cedric Tornay's mother therefore immediately let it be known that her son had been murdered: "The three people killed on 4 May last were the victims of a plot and the official version is full of deceit, contradictions and lies in order to hide a probably inadmissible truth." She stated that she held "two documents of great importance in a safe place", which will "force the Vatican to tell the truth". According to her, "the Colonel [Estermann] had seen or knew something that he should not have seen or known."
Finally, Mrs Tornay declares that "several people put pressure on me and tried to discourage me in my fight for the truth". The chaplain of the Swiss Guard, Mgr Jehle, even attempted to dissuade her from going to the Vatican to take part in her son's funeral! Twice she tried directly to contact the Holy Father: through a formal request dated 18 September 1998, which remains unanswered, and then by a letter dated 8 July 1999, which has not received a reply either. [...]
One of Cedric's colleagues, Corporal Christian Richard has, in a single phrase, cast a harsh light on this drama: "It is too easy to make Cedric into a scapegoat for this dirty business." Rather than "scapegoat", it would be better to say red herring.To create a diversion when fox hunting, a rotting herring is waved before the pack of dogs to make them loose the scent and so bring the hunt to an end. The red herring thrown to journalists and the public to devour is Vice-Corporal Cedric Tornay, presented as "an assassin who acted in a fit of madness, murdering the colonel and his wife, and then taking his own life".
The inquiry was rigged, falsified in a thousand ways, and oriented so as to endorse this "official thesis", and everyone's attention was focused on Cedric Tornay. Immediately, without the slightest hesitation, as was the case in the assassination of John Paul I twenty years earlier, as was the case in that of Roberto Calvi which closely followed it, a number of people intervened, doctoring the scene of the murder and removing all the evidence. The two "forensic pathologists working for the Holy See", Pietro Fucci and Giovanni Arcudi, if they were not actually waiting on the stairs like John Paul I's embalmers, carried out the autopsy a few hours after the crime, and in secret. The gathering of evidence and the ballistic analyses were carried out by Raoul Bonarelli, under their exclusive supervision.
July 3, 2010
Walter Veith
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